FURE

OF READING

Fragt man einige sieben Jahre alte Schüler einer dänischen iPad-Schule nach ihren Lesegewohnheiten, so erhält man überraschende Antworten. Die Erstklässler, denen das Schreiben ohne Bücher gelehrt wird, berichten davon, dass sie am liebsten in die Bücherei gehen. Bei gedruckten Büchern sei die Entscheidung viel einfacher, was sie am liebsten lesen wollen. Und ihnen gefällt, wie leicht es dann geht, gleich mit dem Lesen anzufangen: Man muss ein solches Buch einfach nur aufschlagen.

So ungesichert unser Wissen über die Auswirkungen des digitalen Lesens auch sind, der Kongress FURE konzentriert sich auf die Chancen und Herausforderungen des Umbruchs in der Medienwelt. Welchen Einfluss haben analoge oder digitale Lesegewohnheiten auf unsere Fähigkeit, das Gelesene zu erinnern? Sich in das Gelesene vertiefen zu können oder einzufühlen? Wie kann sich das Lesen beispielsweise gegen andere kulturelle Techniken wie das Spielen, das Zuhören oder das Zuschauen durchsetzen? FURE schafft Raum für Statements, Visionen und Positionen von Designerinnen und Designern aus den Bereichen Magazin, Buch und Zeitungen sowie dem Designnachwuchs der Münster School of Design.

An der MSD, der Münster School of Designder FH Münster bietet Prof. Rüdiger Quass von Deyen, Leiter des Kompetenzzentrums Neudenken.Now, in Kooperation mit Patrick Marc Sommer, Gründer von Typoint sowie Mitherausgeber und Redakteur des Magazins Design made in Germany, eine Plattform für Theorie und Praxis. Basierend auf der Annahme, dass Lesen eine von Neugier, Interesse, Zeitvertreib, Lust und Laune motivierte optisch-geistige Bewegung des Menschen ist, und somit mehr ist als die Aufnahme von Information, nähert sich FURE den Themen, die alle Medien bewegen  –  heute und in Zukunft.

Das Lesen ist eine zentrale Technik für unsere Zivilisation. Vor diesem Hintergrund positioniert sich FURE als Standortbestimmung für eine Branche, die einem kontinuierlichen Entwicklungsprozess unterliegt.