RHIZOM 24

# 24

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Johanna Albrecht, Hannelore Braisch, Gerrit Brocks, Paul Eslage, Felix Feldmann, Sina Graunke, Philip Hüwels, Maria Knaub, Natalie Lindner, Lennart Lofink, Jana Meier, Julia Pöppelmann, Camilla Scheplitz, Anne Thürnau

Das erste Gebot der digitalen Welt lautet: Du sollst dich nicht langweilen! Wo immer man wartet. Wo immer etwas dauert. Was tun? Klar: Handy raus, Nachrichten checken, im Internet surfen, Spiele daddeln – alles, bloß keine Langeweile! Die ist schließlich die letzte echte Sünde unserer Immer-auf-Zack-Welt. Alles geht – alles, bloß kein Leerlauf. Blöd nur, dass genau dies auf Dauer so ein komisches Rauschen im Kopf erzeugt, diese eine innere Unruhe, ein zähes Warten auf das richtig große Ding, das aber nie zu kommen scheint – kurz: dass gerade die permanente Ablenkung uns in die Langeweile führt.

Wir langweilen uns in Meetings und bei stumpfsinnigen Tätigkeiten, an der Kasse im Supermarkt, vor dem Fernseher. Und leider auch beim Vertreiben der Langeweile mit Instagram oder Facebook. Warum? Weil wir den Leerlauf nicht mehr aushalten; weil wir uns in jeder freien Minute gleich den nächsten digitalen Kick vom Handy holen; und weil wir davon, wie Junkies, die sich an ihren Stoff gewöhnen, eine immer höhere Dosis brauchen, um unser Nervensystem noch zu kitzeln. Anders gesagt: Wird die permanente Aufregung zur Normalität, dann regt sie uns bald nicht mehr auf, sondern beginnt – eben – uns zu langweilen. Rhizom 24 beschäftigt sich mit und zeigt die Schnelllebigkeit, visualisiert was wir gefühlt wahrnehmen. Inhaltlich, gestalterisch, analoge User Experience.

# 23

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Sophia Brinkger, Philipp Bulk, Marvin Cluesmann, Clarissa Daemm, Sharon Helms, Andrea Jokic, Lisa Marie Jäger, Julia Klein, Lea Kotnik, Freya Menzel, Mia Minkiewicz, Janik Sandbothe, Eva Scholz, Frank Trautner

Für die besten Geschichten lässt sich Rhizom genau das, was anderen Magazinen fehlt: Zeit. Wir lassen unsere Gesprächspartner aussprechen, gestatten uns interessierte Rückfragen und beleuchten ein Thema von mehreren Seiten. Die Interviewten sind geständniswütig wie nie und zeigen sich so, wie man sie noch nie gesehen hat. Oder gehört. Ganz nach dem Credo von John Irving, der sagte: „Ein gutes Gespräch kennt seinen Weg“. Tatsächlich braucht es nicht besonders viel Mut, sich vor dem Mikro oder im Interview komplett zu entblößen. Diese Nacktheit ist dann einfach ein Kostüm. Eine viel herausfordernde Aufgabe für einen Menschen ist es, sich seelisch freizumachen, wirklich etwas von sich, seinem Fühlen und Denken, preiszugeben. In solchen Situationen macht man sich ungleich verletzbarer.

Daher lesen wir hier und jetzt über Fressen und Facebook, kulturelle Arschtritte, Musikleidenschaft, dem Kampf gegen die Großen, Weltrekorde und Zahnspangen mit Vierzig, Parkbänke, Bossa Nova, dem American Dream, Gespenster im Spiegel, gefühlsduselige Botschaften, Superfood, Pluderhosen, den Weg zur idealen Schlichtheit, Groupies und Pfefferminztee, komische Vögel, Vitra, goldene Tapeten, Bauhaus-Romantik, Design-Stars und über die Schädlichkeit des Internets, Vergangenheitsreisen und verführerische Sinneseindrücke.

Für mehr Wiederholung im Guten, im Neuen und einen offeneren Blick für die Differenz. Rhizom Zweizwei. 

# 21

Canan Bunk, Luca Koning, Rachel Markgraf, Isabel Moormann, Sophia Münch, Minh Tam Ngo, Malou Roy, Franziska Schmidt, Melina Wächter

Es ist bisher kein einfacher Weg bekannt, Risiken zu umzugehen. Wichtig ist: Völlige Sicherheit gibt es nie – der „Kampf“ um das Nullrisiko ist aussichtslos. Einem Risiko stehen in der Regel aber immer Chancen gegenüber. Dafür sollte man sich nicht den Blick versperren lassen. Design ist auch Entscheidung. In einem Pitch, in einem Konzept, in einem Entwurf. Irgendwann muss man sich bekennen. Ach komm. Schicks raus. Ist egal. Wir machen das jetzt so. Nicht mehr, nicht weniger Risiko gehört dazu. Das führt dann … zu Rhizom … einundzwanzig.

# 20

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Philipp Schwabe, Leonie Schäffer, Christopher Katzenberger, Christina Lehmkuhl, Lisa-Marie Fechteler, Sina Folwaczny, Kira Stöter, Sebastian Metzing, Denise Pleger, Graziella Elschker

Ausgabe zwanzig. Wie unterschiedlich auch die Funktionen des Designs von verschiedenen Theoretikern beschrieben werden, wird auch die Abgrenzung von Design zu anderen Bereichen des menschlichen Schaffens von verschiedenen Theorien jeweils unterschiedlich betrachtet. Die Theorien unterscheiden sich nicht nur, wenn es um die Frage geht, in welchem Umfang man in der Praxis und im Alltag von Design sprechen kann sondern auch welche Verantwortung Designer tragen, bei dem was sie letztlich entwickeln, produzieren und gestalten. Da geht es manchmal auch um Geschmack. Das ist hier das Thema. Design ist ein Prozess von innen nach außen. Daher beginnt bei Rhizom die Leistung mit dem aktiven Zuhören, setzt sich im Mitdenken fort und mündet im visionären Umsetzen. Das Magazin leistet, was der Entwurf allein nicht leisten kann. User Experience im analogen. Weil es sichtbar macht, was sein kann. Grafisch inspiriert, interaktivierend umgesetzt durch klare Konzeptansätze in Rhizom, der zwanzigsten.